Now That’s What I Call Quite Good …

Nicht nur optisch, auch musikalisch runderneuert meldet sich Angie Arsenault mit einem neuen Album zurück. Aber was heisst hier zurück – denn eigentlich war die Sängerin und Songwriterin aus Montreal ja gar nicht weg.

Nach ihrem Albumdebüt „Once Upon a Dream“ in 2009 legte die Kanadierin gar keine große Pause ein, sondern machte sich gleich wieder an die Arbeit. Diesmal unter eigener Regie – und auch mit neuer musikalischer Ausrichtung.

Dark Industrial Pop könnte man das Ganze umschreiben, sehr rhythmusbetont und mit vielen harschen Electronic-Sounds. Geblieben sind aber glücklicherweise die schönen melodischen Gesangsharmonien. Immer noch Pop – aber deutlich düsterer als zuvor, mit einigen Ecken und Kanten hier und da.

Über die Entstehung der neuen Songs erzählt Angie:

These new songs represent pieces of my most recent trails and tales in hibernation. In this past year, I have “beared” my tiny 8×10 home studio with only a midi controller and music software as company. I have made new acquaintances; new sounds have risen coming together in a dance powered by the tiny, invisible strings seeping from my fingertips. I have yet to fully understand this dance for it seems I have created songs that have come to teach me. They are dancing all around me now, with no more strings attached. They are Shadow Revelations.

„Shadow Revelations“ ist nun auch der Titel ihres neuen Albums. Im April wurde bereits via Angie’s Webseite eine frei downloadbare EP mit fünf Songs veröffentlicht, im Herbst kommt dann das komplette Album. Und als wenn es denn nun noch nicht genug kreative Arbeit zu tun gab, hat Angie Arsenault „zwischendurch“ auch noch gleich einen 22-minütigen Kurzfilm produziert.

Zusammen mit Regisseur Ianic Mathieu, dem für Licht und Fotografie zuständigen Benoit Champagne sowie einigen Helfern vor und hinter der Kamera entstand nach einigen „twists and turns, trials and tribulations, laughs, messes, and tears, and hours and hours … and hours of hard work“ in den letzten sechs Monaten eine spannende optische Umsetzung des neuen musikalischen Konzepts.

An alternative portrayal of the manipulation and puppeteering of the artistic industrial machine.

Sitting at her station, Angie begins to create a piece depicting a dream she had; a revelation.  As time goes on, an emptiness remains in Angie’s soul. As she struggles to find an ending, she suddenly realizes it’s because she does not feel free to write what she really feels inside from her fear of being criticized and standardized by the artistic industrial complex.  Angie needs to break free; free from the machine; free from the confinement and isolation; free from her mind…

A love/hate relationship in a careful what you wish for fantasy…

Durchaus kritische Töne über das Musikgeschäft klingen da an … Tatsächlich geht Angie Arsenault dann auch einen etwas anderen Weg. Ihre beiden Alben und auch der Kurzfilm wurden von vielen „Mini“-Investoren über die Finanzierungsplattform Sellaband produziert (ich gehöre auch zu ihren „Believern“ und habe ein paar Euro investiert).

Und auch auf allen großen Social Networks zeigt die Kanadierin eine enorme (und auch ziemlich perfekte) Präsenz. Sei es in der Fanpflege auf Facebook oder bei MySpace, mit aktuellen Infos via Twitter oder mit eigenem YouTube-Kanal. Und nicht zu vergessen die eigene Webseite Angie Music einschließlich Blog.

So muss man das heutzutage wohl auch angehen – dann funktioniert es auch ohne große finanzielle Unterstützung der von ihr nicht zu Unrecht kritisierten Musikindustrie. Und ganz nebenbei muss man/frau auch keine faulen Kompromisse eingehen. Und das ist gut so.

Der Film enthält viele der neuen Songs – so auch das Titelstück „Shadow Revelations“ – und ist seit Ende Mai auf Angie’s Webseite sowie über die Videoportale YouTube und Vimeo zu sehen. Und natürlich hier, im Blog der gepflegten Unterhaltung.

Jetzt also mein Video der Woche – Angie Arsenault’s Kurzfilm „Shadow Revelations“:

… you and I we need to find
the truth that lies behind
the shadow of all shadows
for there is a revelation

Als Bonus gibt es jetzt noch das Video zu „Turn Around“, der ersten Single aus Angie Arsenault’s Debütalbum „Once Upon a Dream“.

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