Now That’s What I Call Quite Good …

Das Video der Woche heute mal etwas anders – im Mittelpunkt stehen nicht etwa die Musik oder ein Thema, sondern diesmal der Macher hinter dem Film. Einer der besten seines Fachs ist Martin de Thurah.

Dramatisch, ausdrucksstark, geheimnisvoll und mystisch, dabei einfach und mit klarem skandinavischem Look – das sind nur einige der Charakteristika, mit der man die Arbeiten des dänischen Filmemachers beschreiben könnte.

Martin de Thurah graduierte 2002 an der Den Danske Filmskole, der nationalen Film-Schule von Dänemark, im Fach Regie und erstaunte danach Fachwelt und Publikum mit einigen phänomenalen Musikvideos.

Sein Video zu „Human“, einer Auskopplung aus dem 2005er Album „All Things To All People“ der dänischen ElektroRocker Carpark North, gewann den Publikumspreis 2005 beim renommierten RES FEST sowie einen Grammy beim Dänischen Musikpreis 2006.

Carpark North / „Human“All Things To All People (2005)

Ebenfalls aus dem Jahr 2005 stammt das Video zu „What Else Is There?“, einem der bekanntesten Titel der norwegischen Elektronikmusiker Röyksopp. Die Single vom Album „The Understanding“ (die Gastvocals steuert übrigens Karin Dreijer Andersson von The Knife bei – aber dazu gleich mehr) war einer der erfolgreichsten Songs in Norwegen in der vergangenen Dekade.

Röyksopp / „What Else Is There?“The Understanding (2005)

Die kühle Bildersprache von Martin de Thurah findet sich auch in seiner Arbeit für Fever Ray, dem Soloprojekt von Karin Dreijer Andersson. Die auffallende Stimme mit der schrillen, verzerrten Tonierung und dem markanten Akzent haben wir gerade noch beim Gastauftritt der Schwedin bei den Norwegern von Röyksopp gehört.

Düster, gespenstisch und fast morbide ist die Stimmung auf dem Soloalbum von Karin Dreijer Andersson, trotzdem fehlt der Popappeal aber nicht. Die Kindheitserinnerung „When I Grow Up“ zeigt aber doch eher die düstere Seite der Schwedin. Karin Dreijer Andersson zur Botschaft ihres Liedes:

„When I Grow Up“ erzählt nicht nur aus der Perspektive eines kleinen Kindes. Mit der Zielsetzung des Lebens und den Wünschen für die Zukunft hadert man auch als Erwachsener. Die Frage lautet daher eher: ‚Wann bist du erwachsen?‘ Diese eine spezifische Zeile reflektiert aber eher den Produktions-Prozess meines Albums: an manchen Tagen fühlt man sich, als habe man nur Müll geschaffen. An anderen Tagen verspürt man ein erhebendes, fast göttliches Gefühl.

Fever Ray / „When I Grow Up“Fever Ray (2009)

Nicht nur die bombastischen Musikvideos von Martin de Thurah sind höchst sehenswert. Von ihm stammt auch der, meiner Meinung nach, Beste aller IKEA-Werbefilme. Denn erstaunlicherweise funktioniert das Konzept des „Master of the Short“ auch in der – hier dann allerdings nicht ganz so bunten – Werbewelt: „Home“.

Eine etwas ausführlichere Betrachtung der Arbeit von Martin de Thurah ist nachzulesen auf der Webseite des Urban Culture-Magazins After the Circle.

Neben biografischen Informationen finden sich hier weitere Musikvideos und eine Vorschau auf die tollen Kurzfilme des Regisseurs. Gänsehaut-Effekt garantiert!

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