Now That’s What I Call Quite Good …

Rise Against bleiben Rise Against. Zum Glück. Auch auf ihrem jüngst veröffentlichten und mittlerweile sechsten Album „Endgame“ geben sich die Punkrocker aus Chicago, Illinois auch weiterhin politisch und gesellschaftlich engagiert – und nehmen dabei wie gewohnt kein Blatt vor den Mund.

Dabei soll „Endgame“  – trotz aller ernsten Themen, die bissig angepackt werden – jetzt keine Weltuntergangsstimmung beschwören (was man bei dem Titel ja durchaus meinen könnte), sondern einen Aufbruch in bessere Zeiten einläuten. Sänger und Gitarrist Tim McIlrath dazu auf der deutschen Band-Webseite:

Das Album handelt von dem kritischen Punkt, an dem die Menschheit steht, vom Ende der Zivilisation. Was, wenn die Art von Leben, wie wir sie derzeit führen, nur eine Blase ist, die nicht nachhaltig funktionieren kann und die es gar nicht verdient hat, in dieser Form weiterzuexistieren? Was wäre, wenn die von uns gestaltete Welt dermaßen hässlich und gegen die Natur ausgefallen ist, dass sie wohl oder übel zu einem Ende kommen muss, damit man auf den Ruinen eine neue Welt kreieren kann, die für alle die Bessere ist? Gewiss klingt das alles verdammt utopisch, aber es geht dabei gar mal nicht um ‚die perfekte Welt‘, sondern nur um einzelne Aspekte, um manche Dinge, die so einfach nicht weitergehen können.

Im Video zur ersten Single-Auskopplung „Help Is On The Way“ erzählen Rise Against vom Schicksal einer amerikanischen Familie während des Hurrikans Katrina in New Orleans. Dabei halten sich die vier Weltverbesserer diesmal ganz raus aus dem Geschehen und lassen die intensiven und bedrückenden Bilder sprechen. Natürlich wütend kommentiert.

Tim McIlrath verarbeitet in dem Song seine Erlebnisse bei einem Besuch in New Orleans während einer Tourpause. Die immer noch enormen Ausmaße der Schäden in und um New Orleans durch den Wirbelsturm sowie die neuerliche massive Umweltzerstörung an der Golfküste Louisianas druch das BP-Öl-Desaster hinterliessen beim Frontmann der Band tiefe Eindrücke.

Wenn die Familie auf dem Dach ihres Hauses steht und vergeblich um Hilfe ruft, dann schreit McIlrath für sie „Right there, right there!“ Und zu Originalbildern von der „echten“ Katastrophe singt er seine (und vieler anderer Leute) Wut laut heraus:

We were told just to sit tight
Cause somebody will soon arrive
Help is on the way

But it never came
It never came

Das beeindruckende Video der Woche heute von Rise Against mit „Help Is On The Way“:

Die erschreckende Lage um New Orleans ist nur eines der Themen, die Rise Against auf ihrem Album anpacken. In anderen Songs geht es um Schwulenfeindlichkeit, dem Kampf um Bürgerrechte, Krieg … und auch ganz persönliche Dinge. Nochmal Tim McIlrath:

Insgesamt reflektieren die Songs einfach nur, wie wir als Menschen ticken. Wir sind nun mal nicht nur an Politik oder ausschließlich an persönlichen Befindlichkeiten interessiert. 100 Prozent gibt es da nicht. Stattdessen beschäftigen wir uns mit vielen verschiedenen Dingen und haben ganz viele unterschiedliche Leidenschaften.

Unser Leben ist doch viel komplexer.

Merkwürdigerweise gibt’s die im Video genannte Abteilung Activism auf der offiziellen deutschen Internetpräsenz der Band jetzt nicht. Wer also mehr erfahren möchte, wie die vier aus Chicago so ticken, der klicke sich dann halt hier weiter zur amerikanischen Webseite von Rise Against.

Als Zugabe gibt’s von Rise Against jetzt noch einen Livemitschnitt von „Savior“ aus dem House of Blues in Boston:

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