Das Tennis Girl

Es ist eines der populärsten Postermotive: „The Tennis Girl“. Aufgenommen in 1976 von Martin Elliott, damals Fotografie-Student an der Universität Birmingham, zeigt das Foto seine damalige Freundin Fiona Butler – mit hochgerutschten Tennisröckchen und mit nacktem Po.

Eine für die damalige Zeit schon etwas gewagte Szene, zumal das Foto für einen Kalender anlässlich des Silbernen Jubiläums von Queen Elizabeth II. bestimmt war. Das Bild schlug damals ein wie eine Bombe. Obwohl von Kritikern als „Schuljungen-Fantasie“ verspottet, verkaufte sich das Tennis Girl als Poster millionenfach. Zahlreiche Parodien in Anzeigen und Fernsehsendungen, Remakes mit bekannten Persönlichkeiten (u.a. auch mit Kylie Minogue) steigerten die Popularität über die Jahre noch mehr.

Das Bild wurde zur Ikone, Martin Elliott wurde zum bekannten Fotografen und Fiona Butler wurde zum Star. Allerdings zu einem Star ohne Gesicht.

Obwohl „The Tennis Girl“ eines der bekanntesten und meistverkauften Poster weltweit ist, so ist das Tennis Girl selbst bis heute anonym geblieben (und hat übrigens auch keinen einzigen Penny an Honorar bekommen seinerzeit). „Wenn meine Kinder sagen, dass ich das bin auf dem Poster, glaubt ihnen das keiner“, so die dreifache Mutter.

Doch nun hat das Tennis Girl endlich auch ein Gesicht bekommen. Denn Fiona Walker, heute 52 Jahre alt und glücklich verheiratet, liess es sich nicht nehmen, anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung mit dem Thema „Court on Canvas – Tennis in Art“, sich vor dem Original „ihres“ Bildes ablichten zu lassen. Diesmal freilich dezenter und adretter gekleidet.

„It has a place in the history of tennis. I think Martin Elliott would be very proud of the fact that his picture is in the exhibition.“   
Fiona Walker, The Tennis Girl

Martin Elliott ist letztes Jahr verstorben. Seine bekannteste Fotografie ist jetzt ausgestellt im Barber Institute of Fine Arts in Birmingham, weniger als eine Meile entfernt vom Garten der Villa in Edgbaston, wo das Foto damals aufgenommen wurde.

Fiona Butler/Walker mochte und mag übrigens gar kein Tennis.

(via The Daily What)

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