Der gestohlene Schrei

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What if you took a set of images that became so popular that it was used hundreds of times all around the world by hundreds of artists, businesses, websites, and publications? As photographers, it’s what we all dream about but what if you were never paid for your work? What if you weren’t even given credit? What if your images were stolen for years and you never had any idea?   –   Lee Morris bei Fstoppers

Noam Galai ist Israeli, lebt in New York, arbeitet bei AOL und ist nebenbei noch als freischaffender Fotograf unterwegs.

Die Geschichte vom gestohlenen Schrei beginnt an dem Tag, als ein Arbeitskollege ihn darauf anspricht, warum er nichts davon gesägt hätte, dass er jetzt T-Shirts verkauft. Denn ein solches – mit dem Gesicht von Noam drauf – hatte er auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn gesehen. Noam hatte nicht die geringste Idee, worüber sein Arbeitskollege da eigentlich sprach und begann zu recherchieren. Und erlebte eine große Überraschung!

Vor fünf Jahren hatte er einige Selbstporträts in seinem Fotostream bei Flickr gespeichert, Fotografien, auf denen er schreit. Seither sind diese Bilder einige hunderte Male in den verschiedensten Medienformaten aufgetaucht, und das weltweit. So unter anderem auch im Iran, wo der „schreiende Noam“ als Symbol des oppositionellen Widerstands gegen die Regierung gilt – ausgerechnet.

Im Interview mit dem Videoblog Fstoppers erzählt Noam Galai die Geschichte seines gestohlenen Schreies:

Noam Galai hat alle Bilder, Videos und was er sonst noch so zu „seinem“ Schrei auf der ganzen Welt gefunden hat, zusammen getragen und in seinem Blog Scream Everywhere veröffentlicht:

About two years after publishing photos of myself screaming on the Flickr, I discovered that my face was ‘for sale’ in several stores around the world, as well as on the Web and spotted it in places like Spain, Iran, Mexico, England and many other places.

When I realized that its not a one-time-thing and my face is being used in so many places i decided to start collecting images/videos of all my ‘appearances’. So I decided to open this  blog to keep track of all the different places with my face on them.

Das unglaublichste an der Geschichte ist dann aber wohl, dass tatsächlich so gut wie keiner der Verlage sich überhaupt die Mühe gemacht hat, nach dem Urheber des Fotos zu suchen. Bei T-Shirt-Piraten kann ich dies ja vielleicht noch verstehen, aber seriöse Magazine? Nur National Geographic hat dann ein Honorar gezahlt …

Übrigens: Noam Galai verkauft jetzt tatsächlich T-Shirts. Und wer möchte, dass der Künstler nun auch etwas verdienen soll an seinem eigenen Bild, der kann ihn gerne finanziell unterstützen, in dem er einen der zahlreichen Artikel in seinem jüngst eingerichteten Webshop Screamography käuflich erwirbt.

(via The Daily What)

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