Now That’s What I Call Quite Good …

Eleanore Everdell und Jason Friedman haben sich kennengelernt, als sie mit einem Van kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten unterwegs waren und sich gegenseitig Songs vorgespielt haben.

We were driving across the U.S. listening to Moroder/Molton style disco; French House & minimal techno; Post-Punk favorites like Young Marble Giants, Wire, The Cure & New Order; Black Star, Dilla, De La Soul vintage hip-hop; 60’s mod, garage & girl groups and loads of Studio 1/Trojan era ska & dub. When we got back, we wrote ‘Dressed In Dresden’ over a couple of days in the studio and decided this was a band we wanted to be.

Die Band heisst The Hundred In The Hands und hat letztens ihr gleichnamig betiteltes Albumdebüt beim Londoner Qualitäts-Indie-Label Warp Records veröffentlicht. Was erwartet uns denn nun bei diesen Vorgaben und Vorlieben? Dazu nochmal Eleanore und Jason auf der Homepage der Band:

We have our influences but we try to keep it fresh and avoid pastiche. We keep our eyes and ears open absorbing the lessons of the pop classics, folding the present into the past toward the future to create dub histories; Avant-pop split between the austere and feverish. Maximum mutant Rn’b.

Für die doch zahlreichen und recht unterschiedlichen Einflüsse klingt das Werk des in Brooklyn ansässigen Duos erstaunlich kompakt und eingängig. Und gleichzeitig sowohl retro wie frisch und modern. Wenngleich – die Musik von The Hundred In The Hands ist jetzt tatsächlich nicht so ganz einfach zu beschreiben. Rezensenten skizzieren den Sound beispielsweise als „Synthie-Indie-Dream-Pop-Rock, wobei man die Entscheidung zwischen Wohnzimmer und Disco von Song zu Song neu fällen muss“. Ahh-so …

Bei der Einordnung durch die Musikkritik habe ich ja dann doch schon öfters so meine Probleme, und die Absteckung der „Klangkoordinaten“ bringt uns jetzt auch in diesem Fall nicht so wirklich weiter. Musik ist nicht zum Lesen! Da hilft nur Selberhören (und -sehen).

Das Video der Woche: The Hundred In The Hands mit „Commotion“.

Auch jenseits ihrer Musik sind die Beiden übrigens vielseitig interessiert. Ihre Neugier für Mode, Kunst und Kultur dokumentieren sie regelmäßig in ihrem sehr lesenswerten Blog THISH Zine, der wesentlich mehr ist, als nur eine Band-Homepage mit ein paar Videoclips und Bildern. Eine echte Fundgrube – Tipp!

Zu guter (Vor-)Letzt: wie kommt der Bandname The Hundred In The Hands eigentlich zustande? Der Name ist eine Anspielung auf ein historisches Ereignis im Jahre 1866, dem Fetterman-Massacre (in den Vereinigten Staaten auch bekannt als „Battle of the Hundred Slain“) im Kampf der vereinigten Stämme der Lakota, Northern Cheyenne und Arapaho unter den Häuptlingen Crazy Horse und Red Cloud mit der US-Kavallerie.

Die beiden New Yorker mögen es eben historisch …

Und weil ihr tapfer bis hier hin durchgehalten habt (incl. Indianerkriege), gibt’s hier und jetzt noch als kleine Zugabe das Video zu „Pigeons“:

Wer noch mehr möchte: das weiter oben erwähnte „Dressed In Dresden“ gibt’s hier – und zwar in der „Jacques Renault’s stripped-down, dubbed-out companion version“.

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