Now That’s What I Call Quite Good …

Philadelphias Finest! Zusammen mit der Hip-Hop-Band The Roots hat John Legend das Album „Wake Up!“ eingespielt. Die Anfänge des Konzepts reichen zurück bis in die Zeit der Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten. Inspiriert von der Aufbruchstimmung im Land produzierten John Legend und Ahmir “?uestlove” Thomson, Mastermind und Schlagzeuger bei The Roots, ein Album mit sozialkritischer Funk- und Soulmusik der 60er und 70er.

John Legend wollte den Optimismus sowie den politischen Aktivismus, der mit Obamas Kandidatur geweckt wurde, in seinen Songs verarbeiten. Der Sänger erklärt hierzu:

Wir wollten ein Album machen, dass die Zeit anspricht, in der wir leben, und die Musik scheint immer noch viel Relevanz zu haben.

Mike James Kirkland, Marvin Gaye, Bill Withers, Harold Melvin & The Bluetotes, Nina Simone – das ist das Who-is-Who der Soulmusik. „Wake Up!“ speist sich aus einem breiten historischen Fundus schwarzer Musikgeschichte, und die Songtexte von damals haben nichts von ihrer Aktualität eingebüsst.

Das erste Highlight der Zusammenarbeit von John Legend und The Roots ist das jüngst als Single ausgekoppelte „Wake Up Everybody“. Im Philly-Soul-Track von Harold Melvin & The Bluetones glänzen Rapper Common und Sängerin Melanie Fiona mit Gastbeiträgen. „Wake Up Everybody“ ist ein schönes und gleichzeitig auch nur noch selten anzutreffendes Beispiel dafür, dass auch mit einem relaxten, fast schon fröhlichen Groove durchaus ernste Inhalte transportiert werden können.

Das Video der Woche: John Legend & The Roots feat. Common und Melanie Fiona mit „Wake Up Everybody“.

Eine weitere Kostprobe für den Mix aus politischem Statement und purem Entertainment gibt es als Zugabe jetzt noch obendrauf. Der Albumopener „Hard Times“, geschrieben von Marvin Gaye, bekannt gemacht von Baby Huey, hier in einer live im Studio eingespielten Version, die zudem einen recht repräsentativen Eindruck von der eher etwas rauheren Richtung des Albums vermittelt.

Sehr empfehlenswert ist übrigens die Deluxe-Version des Albums. Neben einigen hörens- und sehenswerten Alternativaufnahmen enthält die Deluxe-Ausgabe auch noch eine sehr interessante, fast halbstündige Dokumentation mit Studio-Live-Tracks sowie Interviews mit John Legend und ?uestlove. Wer etwas mehr investieren möchte, der macht hier auf keinen Fall einen Fehler …

Und eines noch ganz nebenbei: ?uestlove ist wahrlich der coolste Schlagzeuger vor dem Herrn! Und das nicht wegen der Frisur …

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