Ob das am Ende gut ausgeht …

„Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.“ (1. Gesetz der Robotik)

Der gute Isaac Asimov würde wohl einen gehörigen Schreck bekommen, wenn er denn wüsste, was da in den wissenschaftlichen Laboren der Welt so vor sich geht …

So lesen wir im New Scientist Magazin beispielsweise, dass in einem Universitätslabor im slovenischen Ljubljana damit experimentiert wird, Geschwindigkeit und Beschleunigung von Robotern sowie Größe und Form ihrer Werkzeuge so zu definieren, damit die Maschinen sicher mit Menschen zusammenarbeiten. Dabei „boxt“ ein starker Industrieroboter wiederholt mit unterschiedlichen Intensitäten auf den Arm von Freiwilligen, um so die „Schmerzschwellen“ festzulegen. Dann, so die Wissenschaftler, können künftige Roboter so programmiert werden, diese Grenzen nicht zu überschreiten.

Man bringt also dem Roboter etwas bei, damit er dann später genau dieses dann nicht tut. Okay … Ob die Kollegen am Instituto Italiano di Technologia eine ähnliche Absicht haben?

Dort nämlich lernt ein Roboter den Umgang mit Pfeil und Bogen. iCub, so der Name des Bogenschützen, macht dabei jedoch nicht nur einfach nach, was ihm gezeigt wird. Er ist lediglich mit den Grundregeln des Bogenschießens programmiert und lernt durch Beobachten und Ausprobieren. Mittels eines Algorithmus namens ARCHER (Augmented Reward Chained Regression) verbessert der Roboter seine Ergebnisse: acht Versuche, und der Pfeil trifft genau ins Schwarze. Die Wissenschaftler finden’s auch noch lustig. Nicht nur das archery ins Deutsche übersetzt Bogenschießen bedeutet, nein. sie verkleiden ihren „Schützling“ auch noch als Indianer.

Sagt mal, Leute, geht ihr eigentlich nicht ins Kino? Da sind doch wahrlich genug Beispiele dokumentiert, wo so etwas hinführt. Und wenn es dann am Ende „Hasta la vista, baby“ heisst, will es natürlich wieder niemnd gewesen sein …

(Bildnachweis: Bild: B.Povse, D. Koritnik, T Bajd, M Munih – New Scientist)

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4 Responses to Ob das am Ende gut ausgeht …

  1. Tom sagt:

    Lernfähige Algorithmen schön und gut, aber solange Roboter nicht mit einer egoistischen Persönlichkeit ausgestattet werden, müssen wir uns denke ich keine Sorgen machen :-).

    • Ich hatte da mal eine Telefonanlage … und auch wenn ich es eigentlich besser weiß, so würde ich doch die kühne Behauptung aufstellen, dass diese Maschine gelegentlich zumindest egoistische Anwandlungen hatte 🙂

      • Tom sagt:

        Hehe, ja so etwas in der Art kenne ich auch, nicht zuletzt bei Arbeitsgeräten der Art Computer :-).

  2. Oh ja!! Und wir erinnern uns dann immer, wofür die Abkürzung EDV wirklich steht: Ende der Vernunft!

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