Echte Kerle tragen Pink

Da gehe ich meiner liebsten Sonntagsabends-Beschäftigung nach und schaue die Liveübertragung aus der NFL, der nordamerikanischen Profiliga im American Football. Und was sehe ich? Alles Rosa! Die harten Jungs aus der NFL tragen Rosa! Schuhe, Handtücher, Schweißbänder, Handschuhe, Caps … Nicht nur die Spieler, auch Coaches und sogar die Schiedsrichter. Klar, die Cheerleader natürlich auch. Und nein, die Farbkalibrierung meines Fernsehers ist korrekt eingestellt, ich sehe tatsächlich alles in Rosa. Also, was ist da los?

Kurz im Internet geklickt: NFL goes Pink! Gemeinsam mit der American Cancer Society hat die NFL die Kampagne „A Crucial Catch“ ausgerufen. Einen Monat lang will die Liga bei jedem Spiel mit dieser Aktion auf den Kampf gegen Brustkrebs aufmerksam machen. Und natürlich auch Geld sammeln für den guten Zweck, mit Merchandising-Artikeln und Auktionen beispielsweise.

Das Ganze ist, wenn man den Stellenwert des American Football und der NFL in den USA kennt, eine ausserordentlich medienwirksame Aktion. Für beide Partner. Für uns Nicht-Amerikaner ist die Art der Präsentation vielleicht übertrieben und mit zuviel Show behaftet, zumindest aber ungewöhnlich (ich stelle mir jetzt gerade unsere Fußball-Millionäre in Rosa vor … obwohl, so weit davon entfernt ist so manche extravagante Schuhkreation ja nun nicht, und Felix Magath fiele da bestimmt auch was ein).

Natürlich gibt es auch hierzulande sehr viele lobenswerte Kampagnen, aber anders. Man vergleiche nur die Herangehensweise bei der Gestaltung der Internetseiten zum Thema in den Vereinigten Statten und in Deutschland. Sicherlich trifft es nicht jeden Geschmack, wenn man eine an sich ernste Sache schon fast zum Event macht. Auch in den USA gibt es dazu durchaus kritische Stimmen, wie in diesem Blog hier. Aber, alles was hilft, ist gut!

Bei allem Medien-Tamtam gibt es aber auch ganz persönliche Gründe. Nicht nur für Larry Fitzgerald von den Arizona Cardinals, den wir oben im Spot gesehen haben. „Das ist etwas sehr, sehr Besonderes für uns NFL-Spieler,“ sagt etwa DeAngelo Williams, Star-Runningback der Carolina Panthers und einer der engagiertesten Spieler in der Kampagne, in einem Interview mit der New York Times. Seine Mutter hat den Brustkrebs besiegt, drei Tanten sind jedoch an der Krankheit gestorben. Danach hat Williams eine Stiftung initiiert, die sich dem Kampf gegen den Brustkrebs verschrieben hat. Mit vielen Aktionen für verschiedenste Organisationen und auch über seine Webseite werden Mittel gesammelt, um Frauen zu helfen, die sich eine Behandlung aus finanziellen Gründen nicht leisten können. Ein schönes Beispiel, wie man seine Popularität für einen guten Zweck einsetzten kann.

Man muss sehen, was (simple)man da tun kann! Werde dann mal schauen, daß ich mir jetzt auch was Pinkes besorgen …

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