Video der Woche: Kraftwerk / „Radioactivity“

Schwarz-Gelb – was kommt uns dazu in den Sinn? Eine strahlende Zukunft? Vielleicht hilft uns beim Nachdenken ein Blick zurück in die Vergangenheit.

Heute ist der Jahrestag des Kyschtym-Unfalls. Nie davon gehört?

Am 29. September 1957 ereignete sich im Chemiekombinat ‚Majak‘ nahe der im südlichen Ural gelegenen Stadt Kyschtym der schwerste bekannte Atomunfall. Durch die Explosion von Abfalltanks der Wiederaufbereitungsanlage wurden große Mengen an radioaktiven Stoffen freigesetzt.

Da die Wolke bodennah blieb, war die Belastung der Gegend um Kyschtym enorm, etwa doppelt so hoch (und das ist nur die niedrigste Schätzung) wie beim Tschernobyl-Unfall. Da der Unfall weit ab vom übrigen Europa geschah (und die Welt damals noch eine andere war), gelang es der Sowjetunion, die Katastrophe 30 Jahre lang geheim zu halten.

Die Auswirkungen der Katastrophe waren (und sind es immer noch) schrecklich. Die Bevölkerung wurde im Unklaren gelassen, die sichtbaren Phänonmene wurden als Nordlichter oder Wetterleuchten abgetan. Es wurde kaum evakuiert oder entseucht. Die Zahl der Opfer ist unbekannt, dürfte aber durch die bodennahe Wolke beträchtlich sein.

Auch heute noch wissen die wenigsten von dieser Katastrophe.

Zur Erinnerung an den Unfall von Kyschtym hier mein Video der Woche von Kraftwerk: „Radioactivity“, im Original von 1975, hier in einer textlich aktualisierten und wesentlich kritischeren Live-Version von 2004.

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